Privatheit ist zu einem umstrittenen und unsicheren Begriff geworden. Das BMBF-Projekt “Kartografie und Analyse der Privacy-Arena” untersuchte deshalb die politischen Prozesse, die diesen Wandel von Privatheit vorantreiben, begrenzen und bewerten. Exemplarisch untersucht wurden dafür öffentliche Auseinandersetzungen rund um Privatheit. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sind auf dieser Webseite dauerhaft zugänglich und die Konflikte wurden darüber hinaus in einer Ausstellung erfahrbar gemacht. Das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Intervention soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit an der Diskussion um die Zukunft von Privatheit und Demokratie zu beteiligen.
Mehr ErfahrenDie Wege der Daten durch die Netze des Internets sind für Nutzer*innen meist unsichtbar. Doch mit den Enthüllungen Edward Snowdens werden diese Routen zum Problem. Auch in Deutschland wird die Frage diskutiert, welche Wege noch privat und sicher sind, wenn Nachrichtendienste versuchen, einen Großteil des Internets zu überwachen. Könnte es helfen, Datenströme so umzuleiten, dass sie Deutschland oder Europa erst gar nicht verlassen?
Mehr ErfahrenVerschlüsselung ist gerade im Anschluss an die NSA-Affäre zu einem wichtigen Thema geworden, um das viel gestritten wird. Einerseits soll ihre breite Anwendung gefördert werden, um trotz einer umfänglichen Überwachung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien durch Staaten und Unternehmen gewisse Standards für Datenschutz und Informationssicherheit halten zu können. Andererseits argumentieren Sicherheitsakteure wie Polizei und Geheimdienste für die Notwendigkeit der entschlüsselbaren Kommunikation, um die innere Sicherheit zu gewährleisten. Trotz des positiven Bildes, welches gerade in Diskursen des Datenschutzes über Kryptografie gezeichnet wird, handelt es sich bei Verschlüsselungssystemen um ambivalente Technologien, welche ebenso zum Zweck der Verschleierung von Straftaten eingesetzt werden können. Zudem beleuchten Debatten um den Einsatz kryptografischer Systeme häufig nur in geringem Maße, dass diese zwar Kommunikationsinhalte verbergen können, nicht jedoch die ebenfalls sensiblen Metadaten, welche bei der Kommunikation anfallen.
Mehr ErfahrenVon 2012 bis Dezember 2015 wurde in Brüssel die europäische Datenschutz-Grundverordnung verhandelt. Sie wird Ende Mai 2018 in der gesamten Europäischen Union geltendes Recht sein. Die Verordnung bringt eine fundamentale Überarbeitung und Neuordnung des Datenschutzrechts in Europa mit sich.
Mehr ErfahrenDie Enthüllungen von Edward Snowden haben auch in Deutschland zu Verunsicherungen geführt. Denn es wurde öffentlich, wie umfassend Nachrichtendienste versuchen, das Internet zu überwachen. Dabei ist unklar, welche Daten noch privat sind. Mit diesem Problem beschäftigt sich im Deutschen Bundestag eine Gruppe von Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss. Sie streiten über die Ursachen des Problems und mögliche Lösungen.
Mehr ErfahrenBig Data steht nicht einfach nur als Bezeichnung für große Datenmengen, sondern beschreibt eine neue Qualität der Datenverarbeitung und des Einflusses von Daten auf soziale Prozesse. Mit dem Konzept der Big Data soll die immer umfassendere Computerisierung und Verdatung der Welt gefasst werden. Insgesamt erfährt Big Data einen regelrechten Hype, wobei gerade IT-Unternehmen danach streben, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dabei wird nicht nur der Wert des Privaten vernachlässigt, sondern gleichsam ausgeblendet, dass in vielen Fällen ein ‚Mehr‘ an Daten gegenüber einem ‚Weniger‘ an Daten gar nicht unbedingt bessere Erkenntnisse liefert. Einige kritische Stimmen aus dem Bereich der Algorithmenethik versuchen ein Gegengewicht zum positiven Fortschrittsglauben aus Wissenschaft und Wirtschaft zu formulieren. Der Problemgegenstand selbst ist aber noch in der Entstehung, sodass eine gemeinsame Debatte selten zu beobachten ist.
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